Ab 99 Euro mit Lauda Air nach Chania & Santorini

Quelle: www.fliegen-sparen.de

Die in Wien ansäßige Fluggesellschaft Lauda Air bietet anlässlich der Wiener Ferienmesse 2012 günstige Messe-Angebote. Der österreichische Urlaubsflieger bietet sowohl für Kurzentschlossene, die noch in diesem Winter weg wollen, als auch für all jene, die schon jetzt vorhaben ihren nächsten Sommerurlaub zu buchen, Flugangebote zu über 40 der beliebtesten Ferienziele. Flüge gibt es ab 79 Euro. Die Ferienmesse findet von 12. bis 15. Januar 2012 in der Messe Wien statt.

 

Lauda Air fliegt ab kommenden Sommer neu nach Kalamata am südlichen Peleponnes. Zur Ferienmesse gibt es Flüge zu diesem „insider“-Reiseziel ab 79 Euro. Auch nach Preveza heben Griechenland-Fans ab 79 Euro ab, wenn sie im Zeitraum der Ferienmesse buchen. Die griechischen Klassiker Santorin, Mykonos und Chania gibt es ab 99 Euro.

 

Für Italien-Reisende: Von Catania bis Neapel und Olbia bis Cagliari stehen Flüge im Flugprogramm. Nach Cagliari und Olbia auf Sardinien heben Urlauber  mit einem Messe-Preis ab 79 Euro ab. In der Türkei fliegt Lauda Air sogar drei Ziele an: Antalya, Dalaman und Bodrum. Flüge nach Antalya gibt es ab 79 Euro, nach Dalaman und Bodrum ab 99 Euro.

 

50 % Frühbucherbonus für den Lieblingssitzplatz
Mit Start der Wiener Ferienmesse und bis 31. März 2012 können Fluggäste von Lauda Air ihren Lieblingssitzplatz um die Hälfte günstiger reservieren. Die Sitzplatzreservierung ist entweder gleich bei der Buchung oder bis 2 Tage vor Abflug mit einer gültigen Kreditkarte auf www.laudaair.com möglich.
Vier Sitzplatzkategorien stehen zur Auswahl: Der Standard-Sitz um 10 Euro, der VIP-Sitz in der 1. und 2. Reihe um 12 Euro. Mehr Beinfreiheit ohne verstellbare Rückenlehne bietet der L-Sitz um 15 Euro. Der bequemste Sitzplatz um 20 Euro ist der XL-Sitz. Hier genießen Passagiere den Flug mit mehr Beinfreiheit und verstellbarer Rückenlehne. Die Preise verstehen sich pro Strecke und pro Person. Sitzplatzreservierungen für Buchungen mit Kleinkindern unter 2 Jahren sind kostenlos. Der Frühbucherbonus von 50 % gilt für alle Sitzplatzreservierungen vom 12. Januar bis 31. März 2012.

Jobs auf Kreta

we are looking for 2 telemarketing agents in rethymno area:

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- one who speak native russian

for 3 hours per day, weekly payment.

Also we are looking for 5 Sales Managers at the South Coast of Crete

( Sfakia, Fragokastello, Plakias, Matala, Ierapetra )

per 15.10.2011 we offer 5 Sales Manager Jobs in this Area

Main accountabilities involve:

Building and developing positive relationships with key clients.
Penetrating into new markets by exploiting new opportunities and proposing appropriate action plans.
Developing and implementing an effective sales plan by determining the current and future needs of the market.

Skills and abilities:

Excellent command of the Greek language and some English Skills
PC literate.
Strong communication skills.
Results-oriented.
Able to built win-win relationships with customers.
Self-motivated and proactive.
Our company offers:

A competitive remuneration package, a private insurance scheme and a challenging career opportunity
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Also you get fast and reliable payment on a weekly base, company car and Ipad 2 for free for reaching your aims.

We are looking forward for your quick application via

For any questions feel free to contact us.

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Your CYP24 Team

 

 

 

 

 

 

 

 

Merzig: Kohl mit Rösler in Griechenland

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Der saarländische Pharmaunternehmer Edwin Kohl aus Merzig und mehrere andere deutsche Firmenchefs sind mit Wirtschaftsminister Rösler (FDP) nach Griechenland gereist.

Kohl sagte dem SR, seine Unternehmensgruppe habe Projekte für einen nachhaltigen Tourismus entwickelt. Seit einem halben Jahr würden Gespräche mit einer Hotelgruppe auf Kreta geführt.

Die Hoteliers sollen Strom mit Photovoltaik- oder Windkraftanlagen erzeugen. Zudem will Kohl Elektroautos nach Griechenland verkaufen. Das Unternehmen hofft auf Zuschüsse der EU.

Saarlouis: Streit über Auftragsvergabe

Die Vergabe eines Auftrags an ein Software- und Beratungsunternehmen sorgt in Saarlouis für Ärger. Der Chef der Freien Wähler im Stadtrat, Locurcio, wirft der Stadt Mauschelei vor.

Die Firma, die den 120 000-Euro-Auftrag bekommen hat, gehört dem Grünen-Landes-Vize Hoffmann. Eine Ausschreibung gab es nicht. Die Stadt verweist auf die Vergabeordnung für Freie Berufe.

Es sei keine Ausschreibung nötig. Rechnungsprüfungsamt und Kämmerei hätten die Vergabe geprüft. Hoffmann kündigte rechtliche Schritte gegen Locurcio an, der ebenfalls Anzeige erstatten will.

St.Ingbert: Spatenstich für Alte Baumwollspinnerei

Der Umbau der „Alten Baumwollspinnerei“ in St.Ingbert beginnt heute. Am Nachmittag ist der erste Spatenstich geplant. Die Fabrik soll zu einem Museum und Kulturzentrum umgebaut werden.

Die Stadt hat von dem Galeristen Deller zwei Etagen des dreistöckigen Gebäudes gekauft. Vom Kaufpreis in Höhe von 9,5 Mio. Euro musste die Stadt nur 2,7 aufbringen. Der Rest stammt von Förderern.

In dem denkmalgeschützten Gebäude sollen neben dem Albert-Weisgerber-Museum Jugend- und Bildungseinrichtungen der Stadt untergebracht werden. Deller will außerdem Ausstellungen zeigen.

Saarbrücken: Immer mehr Müll im saarländischen Wald

Im saarländischen Wald wird immer mehr Müll illegal abgelagert. Nach Angaben des SaarForst Landesbetriebes sind die Entsorgungskosten auf rund 250 000 Euro im Jahr gestiegen.

200 000 Euro davon übernehme das Land, den Rest müsse der SaarForst selbst tragen. Das Geld fehle für die Infrastruktur, z.B. den Unterhalt von Wegen und Erholungseinrichtungen.

Der illegal entsorgte Müll stelle eine Gefahr für die Umwelt, aber auch für Spaziergänger und Tiere dar. So könnten Glasscherben oder scharfkantige Metallteile zu Verletzungen führen.

Saarbrücken: 270 Borreliose-Fälle seit Juli

Seit Beginn der Meldepflicht im Juli sind im Saarland 270 Fälle von Borreliose registriert worden. Derzeit gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums täglich noch ein bis zwei Fälle.

In den Sommermonaten seien es bis zu zehn Fälle pro Tag gewesen. Das Ministerium hatte die Meldepflicht eingeführt, da es keine verlässlichen Zahlen zu der Krankheit gibt.

Auch Rheinland-Pfalz hatte eine Meldepflicht eingeführt. Dort wurden innerhalb der drei Monate 1874 Fälle gemeldet. Im gesamten vergangenen Jahr waren nur 1500 Fälle vermutet worden.

Fechingen: Auto überschlägt sich auf der A6

Bei einem Unfall auf der A6 zwischen Fechingen und St.Ingbert West hat sich am Donnerstagmorgen ein Pkw überschlagen. Die Fahrerin wurde ins Krankenhaus gebracht. Das teilte die Polizei mit.

Gegen 7.00 Uhr war die Frau aus bislang unbekannter Ursache auf einen Lkw aufgefahren. Ihr Auto überschlug sich mehrfach und kam erst nach circa 80 Metern auf dem Dach zum Liegen.

An dem Pkw enstand Totalschaden. Der Lkw wurde im hinteren Teil stark beschädigt. Zwei von drei Fahrstreifen waren im Laufe der Bergungsarbeiten mehr als eine Stunde lang gesperrt.

Merzig: Sanierung der A8 wird fortgesetzt

Auf der A8 bei Merzig wird die Sanierung der Fahrbahn fortgesetzt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Schwemlingen und Merzig in Fahrtrichtung Saarlouis.

Nach Angaben des Landesbetriebs für Straßenbau wird der Verkehr dort in den kommenden 17 Tagen einstreifig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Anschlussstelle Schwemlingen wird gesperrt.

Betroffen von der Sperrung ist die Ausfahrt aus Richtung Luxemburg und die Auffahrt in Richtung Saarlouis. Auch die an der Anschlussstelle gelegene L173 wird in diesem Zeitraum saniert.

Geld reicht bis Mitte November???

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Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos versucht zu beschwichtigen: Bis Mitte November sei das Land noch liquide. Doch dafür muss Athen offenbar ans allerletzte Eingemachte gehen.

Die Politik gewinnt etwas Zeit: Das vor der Pleite stehende Griechenland hat nach Angaben seiner Regierung nun doch Geld bis Mitte November, um Löhne und Renten zu zahlen. „Bis Mitte November – das ist klar – gibt es kein Problem“, sagte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos in Athen. Bisher hatte es geheißen, Griechenland brauche die nächste Hilfstranche zwingend bereits im Laufe des Oktobers.

Aus Regierungskreisen in Athen verlautete, die Regierung wolle nun eine letzte Geldreserve von 1,5 Milliarden Euro anzapfen. Diese stamme aus einem Banken-Stabilisierungs-Fonds, der im Zuge der Krise 2008 aufgelegt worden war. In Luxemburg kamen die Finanzminister der 27 EU-Staaten zusammen, um über die Lage in Griechenland zu beraten. Neue schlechte Nachrichten, wonach Athen seine Sparziele nicht erreicht, überschatten das Treffen. Die Kassenhüter der 17 Euro-Länder hatten am Vortag die Entscheidung über die Auszahlung der nächsten acht Milliarden Euro schweren Kredittranche an Athen verschoben.

Die Europäer setzen den Euro-Schuldensünder zunehmend unter Druck. „Es geht nicht nur um Griechenland, es geht um die Stabilität in der gesamten Eurozone“, sagte die österreichische Ressortchefin Maria Fekter. „Und da haben sich alle diszipliniert zu verhalten.“ Griechenland erhält derzeit 110 Milliarden Euro Nothilfe und muss im Gegenzug strenge Auflagen erfüllen.

Flug-Chaos steht bevor

Der griechische Luftverkehr steht vor einem 24-Stunden-Stillstand: Wegen eines Fluglotsenstreiks werde es an diesem Mittwoch keine kommerziellen Flüge von und nach Griechenland geben, teilten die wichtigsten Fluglinien mit. Der Streik solle am Dienstag um 23.00 Uhr beginnen und am Mittwoch 23.00 Uhr enden. Hunderte Flüge müssen demnach ausfallen.

Die Fluglinien erklärten, sie wollten möglichst viele Passagiere auf Flüge nach dem Streik umbuchen. Flüge über Griechenland ohne Zwischenlandung sollten normal stattfinden, erklärte die Gewerkschaft der Fluglotsen. Am Dienstag blockierten Beamte und andere Staatsbedienstete die Eingänge von sieben Ministerien in Athen. Die Proteste sind Teil einer massiven Streikwelle, mit der sich vor allem Staatsbedienstete gegen geplante Entlassungen wenden.

Euro-Staaten über Sicherheiten einig

Empört sind auch die Angestellten des privaten Bereichs: Die Experten der sogenannten „Troika“ aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) sollen nach Informationen aus dem Arbeitsministerium jetzt fordern, dass der griechische Mindestlohn von netto 548 Euro abgeschafft wird. Von der Einschätzung der „Troika“ machen die Euroländer die Freigabe der nächsten Hilfsrate abhängig.

Die Umsetzung des künftigen, zweiten Hilfspakets für Griechenland ist näher gerückt. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die Minister der Euro-Staaten in Luxemburg auf eine Lösung im Streit um Sicherheiten, die vor allem Finnland im Gegenzug für neue Hilfskredite verlangt hatte. Künftig können die geldgebenden Euro-Staaten griechische Staatsanleihen als Sicherheitspfand verlangen. Da diese aber mit hohen Auflagen verbunden sind, zeigte außer Finnland kein Staat Interesse daran.

Rösler zu Besuch in Athen erwartet

Nach Angaben von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker fehlt nur noch die Zustimmung von zwei Staaten zu der geplanten Ausweitung des Rettungsfonds EFSF – die der Niederlande und die des Wackelkandidaten Slowakei. Der Fonds, der 440 Milliarden Euro Notkredite an Krisenländer verleihen kann, soll neue Aufgaben bekommen und schlagkräftiger werden. Die Minister wollen zudem eine Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes beschließen, die ab Januar 2012 gelten soll.

Am Donnerstag wird Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit einer Manager-Delegation in Athen erwartet. Der FDP-Chef und Vizekanzler setzt darauf, dass mit Hilfe der deutschen Wirtschaft Griechenland schneller wettbewerbsfähig wird. Deutsche Firmen sind bislang zögerlich. Zum Verkauf steht unter anderem eine Beteiligung von 55 Prozent am neuen Großflughafen Athens.

(dpa, Reuters, N24)

04.10.2011 15:34 Uhr

8 Milliarden vor Auszahlung Griechen erfüllen Bedingungen

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WIRTSCHAFT
Mit ein wenig Kleingeld ist es nicht getan.
Mit ein wenig Kleingeld ist es nicht getan.
(Foto: dpa)

Sonntag, 02. Oktober 2011

Acht Milliarden vor AuszahlungGriechen erfüllen Bedingungen

Österreichs Finanzministerin Fekter geht davon aus, dass im Oktober die nächste Tranche aus dem Rettungspaket für Athen ausgezahlt wird. Die Griechen erfüllen die Bedingungen für neue Kredite letztlich wohl. Ihr griechischer Kollege Venizelos ist ebenfalls überzeugt, dass die harten Entscheidungen seiner Regierung und die großen Opfer, die sein Volk bringe, die Auszahlung rechtfertigten.Griechenland kann nach Ansicht von Österreichs Finanzministerin Maria Fekter wohl mit neuen Milliarden-Hilfen rechnen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Tranche in Höhe von acht Milliarden Euro im Oktober an Griechenland ausgezahlt wird, ist aus meiner Sicht klar höher als dass sie nicht ausgezahlt wird“, sagte Fekter der „Welt am Sonntag“. Die Griechen würden die Bedingungen für neue Hilfskredite letztlich wohl erfüllen.

Zuvor hatte sich bereits Griechenland zuversichtlich gezeigt, die nächste Hilfstranche des internationalen Rettungspakets zu erhalten. Weil das Volk große Opfer bringe und die Regierung harte Entscheidungen treffe, sei die Auszahlung gesichert, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos in einem Interview mit der Wochenzeitung „To Vima“. Diskussionen über eine Pleite des hochverschuldeten Landes wies der Minister als naiv und gefährlich zurück.

Unkenrufe aus Bratislava

Zuletzt waren aus der Slowakei wieder Rufe nach einer geordneten Insolvenz Griechenlands laut geworden. Griechenland drohe der „Lehman Brothers von Europa“ zu werden, sagte der slowakische Finanzminister Ivan Miklos der tschechischen Tageszeitung „Lidove Noviny“ in Anspielung auf die 2008 pleite gegangene US-Investmentbank. „Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass die Position Athens nicht haltbar ist, dann müssen wir gleichzeitig sagen, inwieweit wir bereit sind, eine geordnete Insolvenz anzugehen.“

Vor einigen Tagen hatte sich auch der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik dafür ausgesprochen, das hoch verschuldete Griechenland in die Insolvenz gehen zu lassen. Die Slowakei, Malta und die Niederlande sind die letzten drei der 17 Euro-Staaten, die einer Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF noch nicht zugestimmt haben. Das Datum für die Abstimmung im Parlament in Bratislava könnte bei einem Treffen der in dieser Frage zerstrittenen Parteien der Mitte-Rechts-Regierung am Dienstag festgelegt werden.

Troika in Athen

Derzeit prüft eine sogenannte Troika von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank, ob Griechenland die Spar- und Reformauflagen der Geldgeber erfüllt hat. Die Prüfer sollen sich in Athen unzufrieden mit den Plänen der griechischen Regierung für den Personalabbau im öffentlichen Dienst gezeigt haben. Die Zeitung „Ta Nea“ berichtete, die Vertreter der sogenannten Troika seien besorgt, dass nur ältere Staatsbedienstete, die kurz vor der Pensionierung stehen, in die angekündigte „Personalreserve“ geschickt würden. Das wäre aber nur ein Frühpensionierungsprogramm, das kaum Geld sparen würde. Zudem gebe es in der Troika die Befürchtung, dass viele der laut Verfassung unkündbaren Staatsbediensteten vor Gericht ziehen und dort ihre Wiedereinstellung erstreiten könnten.

Auf der Tagesordnung der Experten stehen noch Treffen mit Experten des Justizministeriums. Dabei soll erörtert werden, wie die Arbeit der griechischen Justiz beschleunigt werden kann, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums. Vor allem Steuerhinterziehungsfälle geraten immer wieder in chaotische juristische Verfahren. Durch juristische Winkelzüge werden über Jahre hinweg keine Steuern an den Staat gezahlt.

Die Experten müssen Athen für seine Fortschritte bei den vereinbarten Sparzielen ein gutes Zeugnis ausstellen, damit die nächste Rate an Hilfskrediten in Höhe von acht Milliarden Euro fließen kann. Ohne die neuen Milliarden-Hilfen wäre Griechenland innerhalb weniger Wochen pleite.

Treffen zwischen Griechenland und Katar ohne konkretes Ergebnis

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Athen (dpa) – Ein Treffen zwischen der griechischen Regierung und dem Emirat Katar über Investitionen für das Euroland ist ohne feste Zusagen zu Ende gegangen. Katar wolle lediglich bei einer Goldmine im Norden Griechenlands einsteigen, hieß es. Katars Staatsoberhaupt Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani war mit Ministerpräsident Giorgos Papandreou zusammengekommen. Griechische Medien hatten vermutet, dass es um eine Investition in den seit Jahren geschlossenen Flughafen von Athen «Hellinikon» geht. Das wurde aber nicht bestätigt.

Proteste gegen Sparpolitik und Troika-Besuch in Athen

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Quelle: Griechenland-Zeitung


Griechenland / Athen. Die harten Sparmaßnahmen der Regierung und die Rückkehr der Troika nach Athen haben auch am Freitag zu diversen Demonstrationen und Protestaktionen geführt, darunter auch zu Besetzungen von Ministerien durch Angestellte. Am Freitagmittag traf sich die Troika-Delegation mit dem Finanzminister und stellvertretenden Regierungschef Evangelos Venizelos und mit dem Minister für Verwaltungsreform und E-Goverment Dimitris Reppas. Für den Abend war zudem ein Treffen mit dem Minister für Infrastruktur, Transport- und Netzwerke, Jannis Rangoussis, geplant. Besprochen werden sollten bei diesem Treffen die Liberalisierung der geschlossenen Berufe und Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr.
Weil der Eingang zum Transportministerium, das sich an der Athener Mesogion-Avenue befindet, von etwa 50 Angestellten des Ministeriums besetzt bzw. gesperrt  worden war, musste dieses Treffen an einen anderen Ort verlegt werden.
Bereits zum zweiten Tag sind heute auch die Ministerien für Finanzen und Umwelt von aufgebrachten Beamten besetzt. Auch dort sollten geplante Treffen zwischen Venizelos und den Troika-Experten verhindert werden.
Die der kommunistischen Partei nahe stehenden Gewerkschaft PAME führte am Freitag Proteste vor Finanzämtern und vor Filialen der Elektrizitätsgesellschaft DEI durch.

Proteste lösen Verkehrschaos aus

Weil verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen Demonstrationen und Protestmärsche durchführen, kam es am Freitag auf vielen zentralen Athener Verkehrsadern zu einem enormen Straßenchaos. So haben am Freitagvormittag die Mitarbeiter des Programms „Voithia sto Spiti“ – zu Deutsch: „Hilfe im Haushalt“ um 11.00 Uhr auf dem Klafthmonos-Platz protestiert und gleichzeitig die davor befindliche Stadiou-Avenue für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Krankenschwestern protestierten vor dem Zentralgebäude des Polytechnikums in der Patission Avenue. Außerdem legen diese am Freitag für 24 Stunden ihre Arbeit nieder. Sie weisen damit auf ihre Unzufriedenheit über die Maßnahme der „Arbeitsreserve“ hin, die in vielen Fällen in Entlassungen münden könnte. Diese Proteste richten sich auch gegen den Abbau von Gehältern.
Um 12.00 trafen sich Schüler und Studenten zu Demonstrationen am Omonia-Platz und vor dem Hauptgebäude der Universität (Propyläen) an der Athener Panepistimiou-Avenue.
Reserve-Offiziere protestierten um 13.00 Uhr vor dem Verteidigungsministerium an der Mesogion Avenue.
Auf der Insel Kreta haben Physikstudenten der dortigen Universität das Hauptgebäude der Präfektur Kreta symbolisch besetzt. Zudem sind etwa 60 Schulgebäude unter Besetzung, es kam zu Sachschäden. Gegen die Verantwortlichen soll nun die Staatsanwaltschaft ermitteln.
Arbeitsniederlegungen und andere Protestaktionen könnte Mitte Oktober auch die Seemannsgewerkschaft PNO durchführen.

Unzufriedenheit wegen der „Arbeitsreserve“

Ungeachtet der Proteste wird Finanzminister Venizelos mit der Troika bis zum Sonntag mehrere wichtige Themen besprechen. Vor allem soll bis dahin der Haushaltsplan fertig gestellt und vom Ministerrat verabschiedet werden. Bereits am kommenden Montag soll er dem Parlament übergeben werden.
Einige Medien ließen durchblicken, dass die bisherigen Gespräche zwischen Venizelos und dem Troika-Team erfolgreich verlaufen sein soll. Anderen Informationen zufolge soll sich die Troika über die bisherigen Ergebnissen der „Arbeitsreserve“ unzufrieden gezeigt haben. Bisher sollen lediglich 300 Arbeitnehmer von 151 staatlichen Unternehmen auf einer Liste stehen, die für diese Arbeitsreserve in Frage kommen. Angepeilt waren 3.500 Angestellte. Was den gesamten öffentlichen Sektor betrifft, so sollen in den kommenden drei Monaten 30.000 Staatsdiener in die Arbeitsreserve verabschiedet werden. Nun soll die Troika explizit auch Entlassungen fordern.

Grundgehaltserhöhungen im öffentlichen Sektor

Unzufriedenheit soll die Troika auch über die verspätete Erstellung eines Rahmentarifvertrages signalisiert haben. Dieser soll bereits ab dem 1. November in Kraft treten. Vorgesehen ist darin, dass 100 der bisherigen Zulagen abgeschafft werden. Dadurch erhofft man sich Einsparungen bei den Gehaltszahlungen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro. Parallel dazu sollen niedrige Gehälter im öffentlichen Dienst geringfügig angehoben werden.
Das Grundgehalt für Angestellte der öffentlichen Hand soll ab 1. November  780 Euro Brutto betragen. Die Obergrenze für Gehälter wurde auf 2.200 Euro festgesetzt. Bisher lagen die Gehälter zwischen 711 Euro und 1.666 Euro – allerdings kamen zum Teil enorme Zulagen und Aufschläge hinzu, wodurch die Gehaltskosten im öffentlichen Dienst aufgebläht wurden. Mit diesen in Form von Zulagen versteckten Kosten soll nun Schluss sein. Der Regierung zufolge werden 14,5 % der Staatsangestellten große Zahlungseinbußen über sich ergehen lassen müssen. 78 % werde keinerlei Unterschied spüren und 7,5 % könnten sogar mit einer kleinen Gehaltsaufbesserung rechnen.

Privatisierungen auf der Tagesordnung

Die Troika, die all diese Maßnahmen überwacht, um letztlich über die Auszahlung der dringend benötigten 6. Kreditrate in Höhe von 8 Mrd. Euro zu entscheiden, wird sich während ihrer Anwesenheit in Athen auch um die Privatisierungen oder Verpachtungen kümmern. Ganz oben auf der Liste stehen das staatliche Glückspielunternehmen OPAP und Teile des Internationalen Athener Flughafens Eleftherios Venizelos. Angepeilt waren für diesen Monat staatliche Einnahmen von bis zu 1,3 Mrd. Euro. Darüber hinaus fordern die „Troikaner“ – sie setzen sich zusammen aus dem Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission – noch weitere Schritte von der Regierung in Athen. Auf der Liste stehen noch weitere Privatisierungen, Rentenkürzungen und die endgültige Liberalisierung der bisher geschlossenen Berufe. (Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

© Griechenland Zeitung

Suicide: Greek Crisis Exacts the Cruelest Toll

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By MARCUS WALKER

HERAKLION, Greece—The first time he despaired of his debts, Vaggelis Petrakis drank a poisonous brew of beer and gasoline.

[SUICIDE_p1]

A note he left didn’t mention the financial woes of his fruit and vegetable business, of which his family was well aware. Instead, he left instructions for his children on how to look after his animals. „Put mother rabbit in a different place from the little rabbits,“ the note began.

Then he had second thoughts and called his son, Stelios, who took him to a hospital. Mr. Petrakis survived that suicide attempt. But Greece’s collapsing economy and the ruin of his business would soon push him to a more determined effort.

„It was shame, fear, pride, dignity,“ says his son. „Whoever you ask, they will say he was a man of dignity.“

Two years into Greece’s debt crisis, its citizens are reeling from austerity measures imposed to prevent a government debt default that could cause havoc throughout Europe. The economic pain is the price Greece and Europe are paying to defend the euro, the centerpiece of 60 years of efforts to unite the Continent. But as Greece’s economy shrinks, its society is fraying, raising questions about how long Greeks will be able to take the strain.

Gross domestic product in the second quarter was down more than 7% from a year before, amid government spending cuts and tax increases that, combined, will add up to about 20% of GDP. Unemployment is over 16%. Crime, homelessness, emigration and personal bankruptcies are on the rise.

The most dramatic sign of Greece’s pain, however, is a surge in suicides.

Recorded suicides have roughly doubled since before the crisis to about six per 100,000 residents annually, according to the Greek health ministry and a charitable organization called Klimaka.

About 40% more Greeks killed themselves in the first five months of this year than in the same period last year, the health ministry says.

Associated PressPolice sprayed a man who set himself afire in Thessaloniki, Greece, on Friday. The former small-business owner, who said he was ruined after taking on a series of bank loans, survived.

Others have attempted suicide. On Friday, Greek police said, a man in his 50s struggling with his debts was hospitalized after setting himself on fire outside a bank branch in the northern city of Thessaloniki.

Suicide has also risen in much of the rest of Europe since the financial crisis began, according to a recent study published in the British medical journal The Lancet, which said Greece is among the hardest hit.

While some countries have higher rates of recorded suicides, including the U.S.’s over 10 per 100,000, mental-health professionals here say Greece’s data greatly understate the incidence of suicide because it carries a strong stigma among Greeks. The Greek Orthodox Church forbids funeral services for suicides unless the deceased was mentally ill. Families often mask suicide deaths as accidents.

A suicide help line at Klimaka, the charitable group, used to get four to 10 calls a day, but „now there are days when we have up to 100,“ says a psychologist there, Aris Violatzis.

The caller often fits a certain profile: male, age 35 to 60 and financially ruined. „He has also lost his core identity as a husband and provider, and he cannot be a man any more according to our cultural standards,“ Mr. Violatzis says.

Heraklion, commercial center of the island of Crete, has had a spate of such deaths.

Mr. Petrakis, the fruit and vegetable dealer, was just one of three recent suicides at a single wholesale food market on the edge of the city.

Victims once were typically adolescent males or old people facing severe illness, and in normal times suicide cases often involve a mixture of factors including mental illness, says local psychiatrist Eva Maria Tsapaki.

But the economic crash has created a „new phenomenon of entrepreneurs with no prior history of mental illness who are found dead every other week,“ she says. „It’s very unusual.“

Part of the explanation, some locals believe, lies in the nexus of a burst credit bubble and the Cretan male identity. They say the island’s history of rebellion against foreign occupiers, from Ottomans to Nazis, has entrenched a cultural ideal of male strength and pride.

„Our pride is as high as Psiloritis,“ the island’s tallest mountain, says Yiannis Tsevabinas, a local lawyer. The culture breeds confident, extroverted and adventurous characters, he says, „but when pride is lost, it can also make you vulnerable.“

[SUICIDE]Petrakis FamilyVaggelis Petrakis took his own life.

For Mr. Petrakis, a burly, mustachioed man of few words, a local custom of free-flowing, often informal lending kept his business afloat for years. But after Athens in late 2009 disclosed a budget deficit far worse than previously reported, touching off the Greek debt crisis, he found himself squeezed between banks that would no longer lend and customers that could no longer pay.

Mr. Petrakis grew up in a poor olive-growing community in the mountains of Crete. As a small boy, he walked from village to village selling loukoumi sweets, similar to Turkish delight, from a homemade wooden box.

„He always kept the last and best piece for me,“ says Georgia Petrakis, who was growing up in the same rural district. „We were in love since we were children.“

When she was 18, they married and moved to town. Mr. Petrakis worked day and night selling livestock feed from a truck, and would fall asleep exhausted while cradling their infant son. He found a job working at the wholesale food market and began to save to buy his own store.

Finally, in 2000, when he was 47, he managed to combine his savings with a bank loan and launch his own wholesale food business. „We felt we had almost made it,“ Mrs. Petrakis says.

Life was getting better. Greece adopted the euro. The economy thrived. The family sold produce to hotels and supermarkets. Mr. Petrakis bought some land in the mountains, where he kept animals and liked to relax.

But the hotels and supermarket chains often paid late. They gave small suppliers such as Mr. Petrakis postdated checks that couldn’t be cashed until months later.

This practice had long existed in Greece, but it exploded when it became a credit-driven economy in the 1990s, says Constantine Michalos, president of the Athens Chamber of Commerce and Industry.

Small businesses had little choice but to accept payment this way. In doing so, they were in effect acting as banks, lending to their own customers for several months for no interest.

„This was a para-banking system of enormous size. It is one of the main reasons for the crisis,“ Mr. Michalos says.

Small businesses struggled with cash shortages because they had to pay their overhead when due, but wait months for hard cash from customers. Mr. Petrakis managed the same way other small entrepreneurs did: To get money quickly, he took his customers’ postdated checks to banks and sold them at a discount.

If he had a check for €1,000 that couldn’t be cashed for five months, a bank would give him €800 right away, then another €100 on the date the check became cashable, his lawyer, Aggelos Zervos, says. The bank would keep the remaining €100.

Though this gave Mr. Petrakis the cash he needed, it ate into his revenue and margins. „Without realizing, we were slowly going bust,“ Mrs. Petrakis says.

Then, after Greece’s debt bubble burst, these postdated checks started bouncing frequently, including checks written by Mr. Petrakis’s customers.

Some were longstanding friends. One was a relative who owned a supermarket. When Mr. Petrakis asked the customers to pay up after their checks bounced, they refused or made him wait longer, often bluntly telling him it was his problem, Mrs. Petrakis says.

„People he thought were friends changed their behavior,“ she says. Her husband had always been „very correct,“ and was dismayed by constantly finding himself arguing with old business partners. „He became more and more withdrawn.“

Through the years, Mr. Petrakis had taken out extra bank loans, bringing his total bank debt to around €600,000, or about $850,000.

Now he began falling behind on loan payments. Banks were threatening the family with forced sales of their assets, including their home.

In desperation, Mr. Petrakis turned to a harebrained scam. In spring 2010, he obtained a fake postdated check in the name of an Athens company with which he had no dealings. He tried to sell it to a bank at a discount in the usual way.

Mr. Petrakis knew the check would bounce when it matured in the fall, and the bank would come to him wanting its money back, but he hoped by then to have money to repay the bank, says his lawyer, Aggelos Zervos. „He knew this was not right. All he could gain this way was time,“ the lawyer says.

The bank spotted the fake and called the police, who arrested Mr. Petrakis and searched his house. There they found his father’s old World War II rifle, a common memento here, and charged him with possession of an unlicensed gun as well as financial fraud.

„Vaggelis was so ashamed, he couldn’t look me in the eye,“ his lawyer says.

He was freed pending trial. A local newspaper wrote about a „check forger.“ Mr. Petrakis wasn’t named, but „word got around,“ Mrs. Petrakis says. „We felt ostracized.“

It was in July of last year that her husband first tried to take his own life by swallowing gasoline. In the hospital, his wife told him, „I don’t want you to do this ever again.“ He promised not to.

„We’ve been through so much, we’re going to make it,“ she told him while lying in bed at night. He agreed.

On his first day back at the fruit and vegetable market, however, he got into a loud argument over money with an orange grower. The man called him a „crook,“ says a fellow grocery wholesaler who came to his defense.

„For Vaggelis to be called a crook here at the market was a big offense. I would have killed the guy,“ the fellow wholesaler says.

Mr. Petrakis turned pale, took his car keys and drove off. His wife ran behind the car, screaming for him to stay. His family searched for him throughout the day and night.

Mr. Petrakis collected his hunting rifle from home and wrote farewell notes over four pages of an old calendar. The banks had destroyed him, he wrote, and he had lost his honor over the check affair. He warned that others on Crete would suffer his fate.

„Please forgive me,“ he wrote. „I love you very much.“

At 5 a.m., Mrs. Petrakis heard her husband’s dog whimpering in an olive grove by the field where he kept his animals and used to go for peace of mind.

In the dark, she tripped over him beneath an olive tree. He was still alive but, with a gunshot wound in his head, could no longer speak. He died in her arms.

Wandern in der Samaria-Schlucht

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Foto © APA

Die Samaria-Schlucht ist ein Höhepunkt einer Reise nach Kreta. Mit rund 13 Kilometern ist sie eine der längsten Schluchten Europas. Der Anblick der spektakulären Felswände bleibt noch lange im Gedächtnis – und die Wanderung lange in den Beinen.

„Was der Grand Canyon für Amerika ist, ist die Samaria-Schlucht für Europa“, sagt Giannis Giannakondaki. Was der Pensionswirt in Rethymnon im Norden von Kreta damit meint: Die Schlucht muss man gesehen haben – auch wenn das kein Spaziergang ist, wie der Reiseführer warnt. Mit dieser Warnung im Kopf zuckeln die Wanderer mit dem Bus im frühen Morgenlicht durch die Landschaft der Lefka Ori, der Weißen Berge. Die Straße schlängelt sich bis zur Omalos-Hochebene und zum 2009 eröffneten Informationscenter, das über die enorme Artenvielfalt im Nationalpark Samaria Auskunft gibt.

„Bei uns wachsen viele seltene Pflanzen“, erklärt Elpida Peroulaki von der Nationalpark-Verwaltung. „Und die kretische Agrimi-Wildziege, eine durch Überjagung äußerst bedrohte Tierart, gibt es nur noch hier.“ Schon Zeus, der auf Kreta geborene Göttervater, hatte laut Legende eine Agrimi-Ziege als Amme. Heute ist sie ein Symbol Kretas.

Nur wenige Wanderer nehmen sich die Zeit für das Informationscenter, die meisten wollen keine Zeit verlieren. Der Weg führt von der Hochebene über 1.200 Höhenmeter durch die 12,8 Kilometer lange Schlucht. Nach weiteren 3,2 Kilometern erreichen Wanderer das Fischerdorf Agia Roumeli, wo die Fähre zur Rückfahrt wartet. Und die möchte keiner verpassen.

Das Abenteuer beginnt bei Xyloskalo, dem nördlichen Einstieg in die Schlucht. Der mehr als 2000 Meter hohe, heilige Berg Gigilos begrüßt die Ankömmlinge. Die ersten 7 Kilometer der Tour bedeuten Abstieg. 900 Höhenmeter geht es über viele Stufen hinab ins Innere des Gebirges, das sich vor 13 Millionen Jahren erhob. Der Wald mit seinen Pinien und uralten Zypressen, der erste Teil des Weges, bildet ein besonderes Ökosystem. Auch deshalb wurde das Gebiet 1962 zum Nationalpark erklärt. Inzwischen umfasst der Park eine Fläche von 4.850 Hektar. Die Samaria-Schlucht ist sein Herz.

Kiefernduft liegt in der Luft, nur Vogelgezwitscher ist zu hören. „Im Park haben wir 199 Vogelarten gezählt“, berichtet Elpida. Viele Zugvögel machen hier Station. Und mit etwas Glück könne man Steinadler oder Bartgeier sehen. Bald kreuzt der Weg das trockene Flussbett. Die Steine sind gewaltig. Es wundert nicht, dass sich um diesen Ort Legenden ranken. Von Feen am kleinen Wasserfall und von Freiheitskämpfern, die sich in der Schlucht versteckten.

Bei Kilometer 7,5 ist das verlassene Dorf Samaria erreicht. Heute dient es als Station der Parkranger. Früher lebten in den Steinhäusern Familien. 1965 wurden sie umgesiedelt. „Meine Mutter ist hier noch aufgewachsen“, sagt der Nationalpark-Ranger Eftichis Marakakis. „Sie hätte sich wohl kaum vorstellen können, dass später einmal mehr als 1.500 Menschen täglich durch die Schlucht marschieren.“ Im vergangenen Jahr wurden 130.000 Besucher gezählt.

Besonders die Pflanzen haben es Marakakis angetan. „Wer genau hinsieht, erkennt die unterschiedlichen Kräuter und Blumen, die zwischen den Felsen gedeihen.“ Unübersehbar ist die weinrote, sich kess aufreckende Dracunculus. Hinter Samaria beginnt der spektakulärste Teil der Wanderung, die enge und tiefe Schlucht. Bis zu 100 Meter hoch türmen sich die Felswände auf beiden Seiten des Weges. Sie leuchten orange in der Sonne. Manche sind gemustert wie Tiger, mit schwarzen Streifen im Gestein.

Der Weg, soweit überhaupt zu erkennen, führt nun durch das ausgetrocknete Flussbett. Es geht über riesige Steine, von Millionen von Litern Wasser glatt geschliffen, über Sand und Kiesel. Eine ältere Französin kämpft sich vorsichtig stochernd vorwärts und schimpft über den schlechten Weg. Dann ist sie endlich erreicht, die Eiserne Pforte, der berühmteste Punkt der Schlucht. Schon auf alten Stichen wurde die mit drei Metern engste Stelle verewigt. Es scheint, als würden sich die Felswände in der Höhe berühren. Auf dem letzten Teil der Wanderung führt das Flussbett stellenweise Wasser. Über einfache Holzleitern kreuzen die Wanderer den Fluss Tarraios mehrere Male. Dann schmiegt sich ihr Pfad wieder eng an den steilen Felsen entlang, deren geologische Zeichnungen manchmal wie moderne Kunstwerke wirken. Und dann tut sich am Ende der Schlucht der überraschende Blick aufs Libysche Meer auf. Erschöpft und zufrieden schaut man in einer der Tavernen im Dorf Agia Roumeli hinaus aufs tief blaue Mittelmeer. Es hat sich gelohnt.

Anreise: Kreta wird von mehreren Airlines angeflogen. Der internationale Flughafen in Chania ist der nächstgelegene zur Samaria-Schlucht. Von Chania fahren Busse nach Omalos, dem Startpunkt. In vielen Urlaubsorten auf Kreta bieten Hotels und Reisebüros organisierte Tagestouren per Reisebus an. Der Ort Agia Roumeli an der Südküste Kretas hat keine Straßenanbindung. Daher muss man die Fähre nach Chora Sfakion nehmen. Von dort starten Busse zur Nordküste.

Eintritt: Der Eintritt zur Schlucht kostet fünf Euro, für Kinder unter 15 Jahren ist er kostenlos.

Ausrüstung: Für die Tour sind Wanderschuhe zu empfehlen. Sonnenschutz und -Hut sind unerlässlich. Im Park gibt es keinen Kiosk. Proviant muss also selbst mitgebracht werden. Die Wasserflasche kann an den Quellen regelmäßig nachgefüllt werden. Die Wanderung sollten nur Personen machen, die sich fit fühlen und keine größeren Knieprobleme haben.

Reisezeit: Auf Kreta ist es im Sommer heiß und trocken, im Winter mild und regenreich. Im Sommer laufen am meisten Besucher durch die Schlucht von Samaria. Daher empfiehlt sich der Besuch im Frühling oder Herbst. Im Winter die Schlucht geschlossen.

Internet: Visit Greece: http://www.visitgreece.gr; Samaria Nationalpark:http://www.samaria.gr;

Provinz Rethymnon: http://www.rethymnon.gr

Fragwürdige “Kreta-Feier” 2011 in Bad Reichenhall

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Posted By TLV-01 On 26. September 2011 @ 11:00 In Bayern,NS-Zeit / Schoah

Der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft Bad Reichenhall zitiert bei der “Kreta Gedenkfeier 2011″ in Anwesenheit des Kommandeurs der Gebirgsjägerbrigade 23 “Bayern”, Johann Langenegger, und Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner aus den Erlebnisberichten des Kriegsverbrechers General Hubert Lanz…

Von E. Maly

Im Mai 2011 ist es 70 Jahre her, dass die nationalsozialistische Wehrmacht – in erster Linie Gebirgsjäger und Fallschirmjäger – die Insel Kreta überfielen und dort ihr völkisches Regime
errichteten. Seit einigen Jahrzehnten gedenken Soldatenkameradschaften unter Teilnahme der Bundeswehr ihren gefallenen Gebirgsjägern auf Kreta, die mit den anderen rund 4800 deutschen Soldaten auf dem Friedhof bei Maleme/Kreta beerdigt liegen.

Rücksichtlose Ausbeutung der Ressourcen mit folgenden Hungersnöten, Tötung tausender Einwohner, Vernichtung der Juden auf Kreta, Zwangsarbeit, Massenerschiessungen und gezielte Zerstörung vieler Dörfer waren die Folgen des mit hohen Eigenverlusten errungenen Sieges dieser Wehrmachtseinheiten gegen britische, neuseeländische Soldaten und deren kretische Verbündete.

Noch im Jahre 2003 griff der Vorsitzende der örtlichen Soldatenkameradschaft Manfred Held die Rede des stellvertretenden Bürgermeisters von Bad Reichenhall in der Jahreshauptversammlung Kameradschaft frontal an und distanzierte sich von den Hinweisen des stellvertretenden Bürgermeisters von Bad Reichenhall

-auf den geschichtlichen Irrsinn des zweiten Weltkrieges ,
-von der Klage über die stattfindende „Heldenverehrung an den Denkmälern“
-und dem kritischen Hinweis des Redners „auf fehlende Hinweise über zivile Opfer und gefallene Feinde“.

Das widerspreche seinem Verständnis von „in Ehre halten der Gefallenen“ und er stellte in Abrede, dass solche Aussagen zu einem Volkstrauertag passen und er distanzierte sich nachdrücklich von Teilen der gehaltenen Rede.

Das nun Manfred Held auf der „Kreta Gedenkfeier 2011“ die Gebirgsjäger bei der Einnahme Kretas als von einem verbrecherischen Regime missbraucht sieht, zeugt von einem grossen Sinneswandel, der aber schon mit seinem vorgetragenen Erlebnisbericht des mörderischen Wehrmachtsgenerals und verurteilten Kriegsverbrechers General Hubert Lanz wieder in Frage gestellt wird.

General Lanz, wie auch seine untergebenen Offiziere, haben den erwähnten Missbrauch organisiert und militärisch wie weltanschaulich untermauert. Wie viele andere Wehrmachtgrössen war er jahrelang im Kameradenkreis der Gebirgstruppe Ehrenvorsitzender und Vorsitzender, obwohl 1948 wegen Kriegsverbrechen zu 12 Jahren Haft verurteilt.

Neben seiner eigenen verheerenden Rolle und der seiner untergebenen Offiziere bei den Judenmorden in Lemberg war General Lanz und die ihm untergebenen Offiziere für die Tötung Tausender italienischer kriegsgefangener Soldaten verantwortlich. Sein Name zieht sich mit einer grossen Blutspur durch viele Gegenden Südost-Europas. Diese Art von Kameradengedenken scheint ein Markenzeichen des Kameradenkreises zu sein.

Warum neben dem immer noch existierenden Bad Reichenhaller Kasernennamen des Antisemiten und NS-Freundes General Konrad nun auch noch die Bundeswehr mit den Erlebnisberichten von General Lanz bei einer Kreta – Feier teilnimmt, ist kaum nachvollziehbar.

Dass der Soldatenkameradschaftvorsitzende gerade bei einer Kreta-Gedenkfeier darauf hinweisen kann, das Appeasement – Politik und Pazifismus in der Vergangenheit eher noch die politische Lage verschlimmert habe, ist geradezu makaber, da der Überfall mit Appeasement überhaupt nichts zu tun hat. Bei diesem Anlass auch noch die Opfer der Konzentrationslager in das Gedenken seiner Kreta-Feier mit einzuschliessen ist vollkommen unhistorisch und widersinnig.

Gerade der Angriffskrieg des Nationalsozialismus in Kreta mit seinen geopolitischen, rassistischen und völkischen Zielen hat dort unendlich viel Leid geschaffen. Mit dem Überfall auf Kreta haben die Gebirgsjäger nicht nur Terror und Mordbrennerei über viele Dörfer gebracht, sondern auch die Vorraussetzungen für die Auslöschung der Juden auf Kreta geschaffen.

Die „Helden“ von Kreta – die missbrauchten Soldaten – haben die Existenz bestehender Konzentrationslager in Europa verlängert und neue Konzentrationslager erst ermöglicht. Das ist die geschichtliche Wahrheit.

Die Verantwortlichen dafür sind damals nicht nur in Berlin und am Obersalzberg gesessen, sondern es waren die Offiziere und Generale der Wehrmacht, die persönliche Mitverantwortung tragen.

Obwohl die Wehrmacht angeblich nicht die Tradition der Bundeswehr begründet, werden laufend unter Anwesenheit der Bundeswehr durch Kameradschaftverbände der Gebirgsjäger die dunklen Kapital ausgeklammert und an fragwürdiger Heldenverehrung festgehalten, sowie mit den Erinnerungen und Aussagen der damaligen Verantwortlichen vollkommen kritiklos eine fragwürdige Traditionspflege betrieben. Das Sozialhilfswerk der deutschen Fallschirmjägerbundes ist z.B. heute noch nach General Student benannt, der für seine Massenerschiessungen und Zerstörungen ganzer Dörfer bekannt war und nie nach Griechenland ausgeliefert wurde.

Auch 2011 ist man mit dem Zitieren eines verurteilten Kriegsverbrechers und der Vermengung von Täter- und Opferperspektiven und -biographien dem Ziel eines angemessenen Gedenkens nicht näher gekommen.

 

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