Das Kloster Moni Arkadi ist etwa 25 km südöstlich von Rethimnon etwa 500 m über dem Meeresspiegel gelegen. Es ist das mit Abstand bekannteste Kloster auf Kreta. Erstmals wurde das Kloster im 5 Jahrhundert nach Christus erbaut. Weltbekannt wurde das Kloster durch die Ereignisse am 9.November 1866. Kreta war seit 1669 von den Türken besetzt. Im Kloster Moni Arkadi begann 1866 der Aufstand gegen die Fremdherscher, der den Kreter einige Jahre später die Freiheit bringen sollte. Die aufständische Kreter versammelten sich im November 1866 im Kloster. Am 8. November begannen die Türken das Kloster Arkadi zu stürmen. Der Angriff wurde zunächst unter schweren Verlusten auf beiden Seiten zurückgeschlagen. Als die Besatzer am 9. November ins Kloster eintragen, versammelten sich die meisten Kreter im “Arsenal” (Pulverraum), ein Raum, der mit Sprengstoff gefüllt war. Als die meisten türkischen Soldaten ins Kloster eingefallen waren, zündete der Mönch Konstantinos Giaboudakis mit einem Schuss auf ein Pulverfaß den gesamten Sprengstoff, der sich im Kloster befand. Es sollen mehrere Tonnen gewesen sein. Durch die gewaltige Explosion wurden die meisten Kreter und viele Türken getötet. Insgesamt gab es über 1000 Tote. Es war einer der größten Massenselbstmorde der Weltgeschichte. Durch diese Aktion kam die Besatzung von Kreta durch die Türken in die internationale Weltpresse. Die europäischen Großmächte tolerierten nun nicht länger die türkischen Besatzungsmacht. Nach langen Verhandlungen und Konflikten wurde Kreta schließlich 1898 endgültig unabhängig. Der Tag des Selbstmords im Kloser Arkadi, der 9.November, ist in Kreta heute ein wichtiger Feiertag.
Das Kloster ist recht groß, ist heute noch von Mönchen bewohnt und wird täglich von mehreren 100 Menschen besucht. Wer in der Gegend ist sollte unbedingt reinschauen (Eintrittspreis: 2 Euro für Erwachsense). Die Kleidervorschriften wurden gelockert: Man wird nun mit kurzen Hosen bzw. Röcken eingelassen. Zumindest die Schultern sollten allerdings bedeckt sein. Es fahren in der Saison 4 Busse täglich von Rethimnon zum Kloster Moni Arkadi. Auch ein kleines Museum und ein Andenkenladen befinden sich im Kloster. Gegenüber des Eingangs befindet sich ein Helden-Mahnmal, indem die Gebeine der Toten aufbewahrt werden (Eintritt frei). Auch ein Restaurant befindet sich neben dem Parkplatz vor dem Kloster.
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Bilder aus dem Kloster Moni Arkadi |
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Das Kloster Moni Arkadi (Innenansicht) |
Die Klosterkirche von Moni Arkadi |
Der Pulverraum, seit der Explosion 1866 ohne Decke |
Ein Mahnbild erinnert an den Selbstmord im Pulverraum |
Das Helden-Mahnmal gegenüber vom Kloster Moni Arkadi |
Gebeine der gefallenen Kreter im Heldenmahnmal |




